Seit Platform-Version 2025.1 steht die Pimcore Community Edition nicht mehr unter GPLv3, sondern unter der Pimcore Open Core License (POCL). Version 2024.4 war das letzte GPLv3-Release. Kostenfrei bleibt die Community Edition für Unternehmen unter 5 Mio. € Jahresumsatz, Non-Profits und Bildungseinrichtungen – wer darüber liegt und auf eine POCL-Version wechselt, braucht eine kommerzielle Lizenz. Was das für Ihre Installation bedeutet und welche drei Optionen Sie jetzt haben.
Die Umstellung ist da: POCL statt GPLv3
Pimcore hat es umgesetzt: Seit Platform-Version 2025.1 steht die Community Edition unter der Pimcore Open Core License (POCL) – Version 2024.4 war das letzte Release unter GPLv3. Der Grund: Die „virale" Copyleft-Logik der GPLv3 konnte Unternehmen verpflichten, eigene Erweiterungen offenzulegen – ein erhebliches Compliance-Risiko, sobald proprietärer Code auf dem Open-Source-Kern aufsetzt. Die POCL hält den Quellcode offen und anpassbar, eigene Extensions bleiben privat.
Aber – und dieses Aber fehlt in vielen Zusammenfassungen: Die POCL ist keine Gratis-Lizenz für alle. Kostenfrei bleibt die Community Edition für Unternehmen mit weniger als 5 Mio. € Jahresumsatz, für Non-Profits, Bildungseinrichtungen und Non-Production-Umgebungen. Wer darüber liegt und produktiv auf eine POCL-Version (2025.1 oder neuer) wechselt, braucht eine kommerzielle Professional- oder Enterprise-Lizenz. Bestandskunden mit kommerziellem Vertrag betrifft die Umstellung nicht.
Ihre drei Optionen – ehrlich betrachtet
Für Unternehmen über der 5-Mio.-Grenze gibt es genau drei Positionen, jede mit einem Preis:
- Auf 2024.4 einfrieren (GPLv3). Sie bleiben auf dem letzten GPLv3-Release. Kurzfristig kostenlos – aber ohne neue Features, mit auslaufenden Security-Patches und wachsender Upgrade-Schuld bei PHP- und Symfony-EOLs. Das kauft Zeit, keine Zukunft.
- Upgraden und lizenzieren. Sie bleiben auf der aktuellen Plattformlinie, compliant und supported – gegen eine Lizenzposition im Budget.
- Plattform neu bewerten. Wenn die Lizenzkosten die Frage aufwerfen, ist es der richtige Moment zu prüfen, ob Pimcore noch der richtige Fit ist. Für ernsthaftes PIM/MDM/DAM lautet die Antwort meist ja – aber die Frage verdient eine ehrliche Antwort statt Verlängerung aus Trägheit.
Die vierte Option, in die Teams versehentlich hineinlaufen, ist die einzige falsche: upgraden ohne zu lizenzieren. Das ist keine Ersparnis, sondern eine Compliance-Lücke.
So finden Sie in einem Nachmittag heraus, wo Sie stehen
Vier Fragen genügen für die Standortbestimmung: Welche Plattform-Version läuft bei Ihnen (2025.1+ = POCL, 2024.4 und älter = GPLv3)? Welche Edition (Community oder kommerzieller Vertrag)? Liegt Ihr Jahresumsatz über oder unter 5 Mio. €? Und was erzwingt Ihr nächstes Upgrade – Security-Anforderung, PHP/Symfony-EOL, ein benötigtes Feature? Die Antworten sortieren Sie eindeutig in eine der drei Optionen ein.
Wir machen Ihre Pimcore-Plattform POCL-ready – effizient und rechtssicher
Als Pimcore-Agentur begleiten wir Sie Schritt für Schritt – lean und umsetzungsorientiert statt aufgeblähter Beratungsprozesse:
- Lizenz- und Code-Audit: Wir prüfen Version, Edition und Erweiterungen Ihrer Installation, identifizieren GPLv3-Komponenten und bewerten Ihre POCL-Exposition.
- Optionsbewertung mit Kostenmodell: Freeze, Upgrade + Lizenz oder Re-Evaluation – Sie erhalten eine klare Empfehlung inkl. Aufwands- und Kostenschätzung, budgetmeeting-tauglich.
- Technische Umsetzung: Wir migrieren Ihre Erweiterungen, strukturieren Repositories und sichern die Kompatibilität für künftige Versionen. Pimcore stellt dafür auch ein offizielles Migrations-Whitepaper bereit – wir übersetzen es in Ihre konkrete Systemlandschaft.
- Dokumentation & Kommunikation: Revisionssicher dokumentiert – für Stakeholder, Audits und rechtliche Transparenz.
Jetzt handeln – bevor das nächste Upgrade die Entscheidung erzwingt
Viele Unternehmen schieben die Entscheidung auf, bis ein Security-Patch oder ein Framework-EOL sie erzwingt – dann unter Zeitdruck und zu schlechteren Konditionen. Der bessere Zeitpunkt ist jetzt, solange die Optionen offen sind. Warum eine saubere Plattformbasis ohnehin über Erfolg und Misserfolg Ihrer Dateninitiativen entscheidet, lesen Sie in unseren Analysen Warum KI-Initiativen scheitern und Data Stewardship als Erfolgsfaktor.